Besonderheiten bei Eigenkündigung:

Bevor man kündigt sollte man einige Rahmenbedingungen klären und überlegen, ob man damit klarkommen wird, dass man nach der Rückkehr zunächst arbeitslos ist. Zu den Rahmenbedingungen zählen beispielsweise die Krankenversicherungen (In- und Ausland), Pflege-, Unfall-, Berufsunfähigkeits- Haftpflicht- und Rentenversicherung sowie die Regelung des Arbeitslosengeldes danach. Im Folgenden möchte ich die Rahmenbedingungen nur ganz kurz als Übersicht anreisen und wer genauere Fragen hat, kann uns gerne direkt kontaktieren. 


Inlandskrankenversicherung: Benötigt man, wenn man sich während der Auszeit in Deutschland aufhält. Die deutschen Krankenkassen versuchen zusätzlich noch eine Anwartschaftsgebühr (Höhe ca. 50-150€/Monat) zu verkaufen, welche sich gesetzlich Versicherte jedoch sparen können, da man ohnehin in der zuletzt versicherten Krankenkasse aufgenommen werden muss. Bei Privatversicherten kann es Sinn machen, um eine Erhöhung des Monatsbeitrags durch eine Neueinstufung zu vermeiden.  Außerdem ist man bis zu einem Monat nach offiziellem Versicherungsende noch voll bei der letzten gesetzlichen Krankenversicherung im Notfall abgesichert.


Auslandskrankenversicherung: Speziell bei längeren Reisen unbedingt notwendig. Am besten bei der eigenen Inlandskrankenversicherung nach einer zusätzlichen Auslandskrankenversicherung fragen, da es hier meist günstigere Konditionen gibt (z.B. Envivas TravelXL für TK-Versicherte oder Hanse Merkur für alle anderen). Für Reisen in die USA und Kanada gilt ein besonders hoher Satz (ca. 3 bis 4-fache), wobei er für alle anderen Länder zwischen 0,80-1,50€/Tag liegt. Hierbei sollte unbedingt eine Rücktransport eingeschlossen sein. 


Unfall-, Berufsunfähigkeits- und Haftpflichtversicherung: Diese sollten wie gewohnt weiterlaufen, wobei geprüft werden sollte, ob diese auch im Ausland gelten bzw. ob der lange Auslandsaufenthalt Einflüsse auf die Leistungen hat. 


Deutsche Rentenversicherung: Hier ist abzuwägen wie lange die Reise geht und ob sich aufgrund des persönlichen Lebensabschnitts eine Einzahlung überhaupt lohnt. Denn im Normalfall rentiert es sich z.B. bei 6 Monaten nicht, den Mindestsatz von ca. 80€/Monat zu bezahlen, da letztendlich ein einstelliger monatlicher Betrag dabei rauskommen würde. 


Arbeitslosengeld: Da bei Eigenkündigung eine Sperrfrist von 3 Monaten besteht, ist es wichtig, sich noch vor der Reise und spätestens am ersten Tag der Arbeitslosigkeit auf dem Arbeitsamt persönlich als arbeitslos zu melden. Während der Reise wird man selbstverständlich kein Arbeitslosengeld erhalten, da man nicht arbeitssuchend ist. Aber sofort am ersten Tag nach der Rückkehr sollte man sich wiederum persönlich arbeitssuchend melden, um somit unmittelbaren Anspruch auf das Arbeitslosengeld zu erhalten.