Yucatán in Mexiko

Cancun

Eigentlich war Mexiko nicht unbedingt der geplante Startpunkt unserer Reise. Aber die günstigen Flugpreise nach Cancun haben uns Cancun als Ausgangspunkt wählen lassen. 

Da wir erst spät abends in Cancun gelandet sind, haben wir uns entschieden erstmal dort zu nächtigen und am nächsten Tag zu sehen wie wir weiter machen. Das Hostel Hainal (650 Pesos) hatten wir schon vorgebucht und so ging es unkompliziert vom Flughafen mit dem ADO Bus (70 Pesos) direkt zum städtischen Busterminal. Von dort waren es nur noch 8 Minuten Fußweg zum Hostel. Im Parque de las Palapas noch an einem Straßenstand Quesadillas geholt und wir waren in Mexiko angekommen.

Tulum

Am nächsten Tag hatten wir uns schnell entschieden nach Tulum weiter zu reisen und dort erstmal Quartier zu beziehen. Also ging es wieder zum Busterminal und mit ADO weiter nach Tulum (gut, dass wir uns bereits am Vorabend über die Abfahrtszeiten informiert hatten).  

Tulum ist ein kleines Städtchen am Highway. Der Strand und die dortigen Unterkünfte sind vom Ort einige Kilometer entfernt. Wir haben uns aber für ein Hostel in der Stadt entschieden, da es zum einen viel günstiger ist, lokale Restaurants mit Nachtmarkt zur Auswahl stehen  und man mit Fahrrädern, welche man überall mieten kann, ohnehin schnell alles gut erreicht. Außerdem wollten wir unseren Backpack nicht anden Strand schleppen. Grundsätzlich können wir in Tulum zum Fahrrad raten. Aufpassen muss man nur mit den Straßenkarten, die man erhält, da diese nicht maßstabsgetreu sind und auf dem Weg zum Strand haben wir manch neidischen Blick von Fußgängern bekommen.

Mit unserem ersten Hostel The Maya Adventure hatten wir allerdings Pech, da Preis-Leistung in keinem Verhältnis stand (850 Pesos). So sind wir nach einer Nacht ins Weary Traveller Hostel (800 Pesos) umgezogen. Das Hostel können wir nicht nur wegen des reichhaltigen Frühstücks, dem Pool und der kostenlosen Caipi Happy Hour empfehlen. Das Publikum ist hier sehr gemischt und reicht von Schulabgänger bis Best Ager.

Der Ort Tulum ist nicht besonders interessant. Eine typische mexikanische Stadt durch die der Highway führt. Von hieraus kann man allerdins viel unternehmen. ADO Busse fahren von hier auch nach Chitchen Itza und man kann alles selbstständig planen.

Die Ruinas de Coba (70 Pesos, Achtung vor 8 Uhr und nach 16.30 Uhr zahlt man 225 Pesos) sind eine alte Mayastadt 50 Kilometer von Tulum entfernt. ADO fährt einmal täglich hin und zurück, so dass man vier Stunden vor Ort hat. Da das Gelände ziemlich weitläufig ist, haben wir uns am Eingang ein Fahrrad genommen. Muss man aber nicht. Die Hauptattraktionen sind fußläufig erreichbar. Den Rest des Geländes darf man zwar auch erkunden, muß sich aber durch das Unterholz schlagen und auf Krokodile aufpassen. Im Gegensatz zu Chitchen Itza sind in Copa fast nur Ruinen zu sehen. Dafür liegen diese ähnlich wie Ta Prom in Kambodscha mitten im Dschungel. Und der Aufstieg auf die 42 Meter hohe Pyramide und der Blick über den Urwald lohnt allemal.

Die Ruinas de Tulum (70 Pesos, auch hier gilt vor 8 Uhr und nach 16.30 Uhr der Sonderpreis 225 Pesos) sind weitestgehend wieder aufgebaut und das Gelände ordentlich gepflegt. Die Kulisse direkt am Meer ist unbeschreiblich. Auf dem ganzen Gelände laufen kleine Varane herum. Diese können sehr schnell werden und einmal mussten wir rennen. Keine Ahnung ob die beißen.

Ein Muss ist auch der Besuch oder das Bad in einer Cenote. Von Tulum sind diese mit dem Fahrrad einfach erreichbar. Die Große Cenote (150 Pesos) liegt 4 km von Tulum am Highway. Es ist zwar komisch den Highway mit dem Rad zu befahren, aber völlig normal und die anderen Verkehrsteilnehmer sind sehr rücksichtsvoll, was uns positiv überrascht hat.

Da wir morgens bereits früh aufgebrochen sind, war an der Großen Cenote nicht​ nicht viel Betrieb.
 
Ab 10 Uhr wurde es voll, als die ersten Busse eintrafen. Für uns das Zeichen Richtung Tulum Strand zu gehen bzw. eine andere Cenote anzusteuern.

Und ob man es glaubt oder nicht, wir haben uns entschieden Chitchen Itza auszulassen. Die Auswahl ist so groß, dass man nicht alles machen kann in der uns zur Verfügung stehenden Zeit. Unser Ziel ist es über Belize nach Guatemala weiter zu reisen.

Fazit zu unserem Kurztrip nach Mexiko

Das Reisen ist sehr angenehm. Die Mexikaner sind sehr gut organisiert. Im Bus gibt es sogar Platzkarten. Eine Alternative stellt in Yucatan sicherlich auch ein Mietwagen dar.  Allerdings sind die Übernachtungen im Vergleich  zu Asien recht teuer. Zugegeben Yucatan ist nicht Mexiko, es gibt soviel zu sehen und tun, dass es für mehr als eine Reise reichen würde. So mussten wir uns mehrfach entscheiden, was nicht immer leicht war. Aber wir kommen wieder!

Von Tulum nach Caye Caulker

Ein Opfer unserer Streichliste wurde Laguna Bachalar. Gerne hätten wir die Lagune der sieben Farben noch mitgenommen, diese hätte uns aber nochmals zwei Tage gekostet. Daher ging es von uns direkt vonTulum auf die Insel. Dank ADO konnte man die ganze Strecke von Tulum aus buchen. Zur Wahl stehen schnell und teuer oder langsam und billig. Bei der zweiten Variante fährt man bis Belize City und dannmit der Fähre, bei Ersterer bis Chetumal und dann weiter mit dem Wassertaxi. Wir hatten weniger Zeit und entschieden uns für Variante 1.

Die vierstündige Busfahrt nach Chetumal verlief ereignislos. Am Busterminal in Chetumal haben wir Sina und Micha aus Berlin kennengelernt und uns das Taxi zum Hafen (50 Pesos) geteilt. Das Taxi hatuns auch direkt am Terminal am Ende des Fähranlegers rausgelassen. Da wir den 9:30 Bus aus Tulum genommen hatten, war noch genug Zeit auf der Dachterasse des Terminals eine Stärkung zu sich zu nehmen. Dabei konnten wir zum ersten Mal Seekühe sehen, die sich in der Bucht tummelten.

Die Ausreise aus Mexiko war doch auch für uns sehr ungewohnt. Zunächst konnten wir die Emmigration Fee (500 Pesos) sparen, da wir mit der Buchung unseres Fluges nachweisen konnten, diese bereitsbezahlt zu haben. Hierfür muss die “Mexican Tourism Tax“ explizit  auf dem Flugticket ausgewiesen sein. Beim Lufthansa-Ticket der Berliner war das nicht der Fall, sodass sie 1.000 Pesos berappenmussten. Danach mussten wir unser Gepäck vor dem Boot in einer Reihe ablegen und zurück ins Terminal. Unterdessen hielt vor dem Gebäude ein Jeep der Grenzpolizei. Wir mussten nun unser Handgepäck ineiner Reihe auf den Boden legen und ein Spürhund schnüffelte das Handgepäck ab während das Militär schwer bewaffnet neben uns stand. Anschließend mussten wir vor dem Gebäude Aufstellung nehmen unddas gleiche Spiel erfolgte mit dem restlichen Gepäck von vorne. Zu guter letzt konnten wir unter Aufsicht der Grenzpolizei (alle mit M 16 bewaffnet) das Wasser-Taxi nach San Pedro besteigen. Und dasGanze mit Andrea Berg (Du hast mich tausendmal belogen) als Backround. 

Nach zwei Stunden Bootsfahrt erreicht man San Pedro, wo die Einreiseformularitäten zu erledigen sind. Danach fahren wir in einem anderen Boot noch 30 Minuten bis Caye Caulker.