Antigua

Antigua ist sicherlich Guatemalas touristisches Vorzeigestück. Eingerahmt in eine malerische Umgebung mit den Vulkanen Acatenango, Fuego und Aqua ist die Stadt von historischer Bedeutung und lebendiger Kultur. Viele Kolonialbauten sind noch erhalten, Ruinen werden restauriert und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. 


Wir sind morgens zunächst einmal zum Mirador Cerro de la Cruz hinaufgestiegen und haben uns die Stadt von oben angesehen. Dabei hatten wir das Glück, dass der Acatenango gerade wolkenfrei war. Nachdem wir durch die unzähligen Straßen und Gässchen geschlendert sind, hat uns der lokale Markt angezogen. Auf dem Markt, mit seinen verwinkelten Gassen, kann man schnell den Überblick verlieren. In der Mitte des Marktes befindet sich die Comedores (= lokale Essensstände). Wie wir dahin gefunden haben, können wir gar nicht genau sagen. Spontan hatten wir beschlossen noch einen Happen zu essen. Vor allem Ceviche ist hier eine Spezialität (= roher Fisch und Meeresfrüchte, die nur durch Limetten gegart werden). Und glücklicherweise haben wir es geschafft wieder aus dem Markt herauszufinden. Übrigens gibt es auch einige lokale Mini-Küchen, in denen man sehr lecker und günstig Allerlei Gegrilltes und Quesadillas essen kann. Dabei sind die Mini-Restaurants inkl. Küche und Essbereich max. 15 m2 groß. Unser Lieblings-Comedor ist das Refacciones Patty in der Calle 1. Abends findet man die besten Quesadillas und das günstigste Bier im Hecho en Casa Café, wo wir mit unseren paar Brocken Spanisch jedes Mal von Einheimischen angesprochen wurden. Besonders an Karneval ging es hier sehr lustig zu. 


Zum Entspannen eignet sich der Parque Central, wo man Touristen, Händler und Einheimische beobachten kann. Da Guatemala für seinen Kaffee sehr bekannt ist, laden natürlich auch sehr viele hübsche Cafés zum Verweilen ein. 


Wenn man Glück hat, kann man sogar von einer der Dachterrassen Ausbrüche des Fuegos und Lavaströme am Berg beobachten. Hierzu muss man jedoch zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein.

Vulkanbesteigung des aktiven Pacaya

Von Antigua bieten sich Vulkanbesteigungen an. Der Acatenango ist nur als 1,5 Tagestour mit Übernachtung machbar. Agenturen vor Ort stellen das notwendige Equipment. Wir haben uns aber für die Tagestour Pacaya entschieden (60QZT).


Der Pacaya ist einer der derzeit aktivsten Vulkane überhaupt. Deshalb durften wir auch nicht bis zum Kraterrand aufsteigen. Der Vulkan spuckt ständig heiße Luft mit Steinen aus und Lava ergießt sich die Hänge hinunter.


Die Besteigung ist relativ einfaches. Am Eingang zum Nationalpark (50 QZT) geht es nur noch mit Guide in Kleingruppen weiter. Der Aufstieg ganz hinauf dauert etwa 3 Stunden, wobei die letzten 150 die schwierigsten sind. Für uns war nach der Hälfte Endstation. Das mussten wir akzeptieren, was aus Sicherheitsgründen aber auch das einzig sinnvollste ist. Der Weg dorthin war wirklich nicht schwierig. Gleich nach dem Eingang zum Nationalpark standen auch Pferde bereit, für Besucher, die nicht mehr konnten. Es war schon erstaunlich, dass es Leute gibt, die eine Bergtour machen wollen und nach 100 Metern aufs Pferd umsteigen müssen. 

Kaffee Tour

Antigua ist eines der großen Hauptanbaugebiete von Kaffee in Guatemala. Für uns ein Grund eine dieser Plantagen außerhalb von Antigua zu besichtigen. Touranbieter gibt es wenige, aber mit etwas fragen, findet man sich zurecht. Letztendlich haben wir es doch auf eigene Faust organisiert.


Die Finca Filadelfia ist der​ größte Kaffeeproduzent in Antigua. Der Hauptsitz liegt etwa 5 km außerhalb der Stadt. Die Firma bietet täglich drei kostenlose Shuttles von der Stadt zur Plantage an. Hierbei werden an zwei Punkten der Stadt die Teilnehmer eingesammelt. Man kann vorbuchen oder auch nicht. Wir haben nicht vorgebucht, was aber kein Problem sein sollte, da man vor Ort das Ticket kaufen kann. Die Tour ist allerdings mit 160 QZT ziemlich teuer.


In einer zweistündigen Tour über die Plantage haben wir dafür allerdings einiges von der Aufzucht der Pflanzen, der Ernte bis hin zur Veredelung gelernt. Und am Ende der Tour stand natürlich noch eine Kostprobe an. Nach unserer Recherche gibt es auch noch andere kleinere Farmen. Eine Fahrt muss man jedoch selbst organisieren und preislich sollen sich die Touren nicht groß unterscheiden.