Lissabon Städtetrip im Frühling

Ein Kurzbesuch der Hauptstadt Portugals stand schon lange auf unserer Liste. Mit der Absicht den winterlichen Temperaturen in Deutschland zu entkommen und etwas Sonne zu genießen, wurde dieses Ziel gleich nochmals attraktiver.

Bereits der Anflug auf Lissabon ist ein Highlight für sich. Zunächst fliegt man über die Stadt und das Ziel hinaus, um über dem Atlantischen Ozean eine Kurve zu drehen und mit der eigentlichen Landung zu beginnen. Dabei sieht man schon fast alle Sehenswürdigkeiten von Lissabon. Sitzt man links in der Maschine, hat man beim Anflug auf den Flughafen Sicht auf Belem, auf der rechten Seite auf die Brücke des 25. Aprils. Kurz vor der Landung hat man noch eine kleine Schrecksekunde zu überstehen. In unmittelbarer Nähe der Landebahn befindet sich das Stadion des portugiesischen Fußballvereins Sporting Lissabon. Bei der Landung lag der Verdacht zunächst nahe, dass der Pilot die Maschine auf dem Spielfeld landen möchte.

 

Der Weg vom Flughafen in das Stadtzentrum ist dank der U-Bahn relativ einfach. Will man gleich mit der Erkundung der Stadt beginnen, lohnt sich ein Kauf eines 24 Stunden Tickets. Das Ticket gilt für U-Bahnen, Straßenbahnen, Busse und Fähren. Die Karte kostet 50 Cent und ist ein Stück Papier, das man entsprechend aufladen kann. Das 24 Stunden Ticket kostet 6,00 €. Da in der U-Bahn überall englischsprachige Ticketautomaten stehen, ist das ganz einfach. Aber aufgepasst, an Straßenbahnhaltestellen gibt es keine Ticketautomaten.

 

Angekommen wollten wir die Zeit gleich nutzen und die Stadt erkunden. Mit der Straßenbahn Nr. 28 kann man sich praktisch bequem durch die Altstadt fahren lassen und an den Sehenswürdigkeiten aussteigen. Die Linie 28 wird in jedem Reiseführer empfohlen. Entsprechend voll sind die Bahnen auch. Im Gegensatz dazu sind die anderen Bahnen weniger frequentiert. Kleiner Tipp, gegebenenfalls auch eine andere Linie fahren. Die Linie 12 fährt ebenfalls durch kleine Gassen quer durch die Altstadt. Hier meint man während der Fahrt links und rechts die Hauswände berühren zu können.

 

Hinter der Kirche Igeja a Graca befindet sich ein Aussichtspunkt (Miradouro), von dem man auf das Castelo Sao Jorge, die Brücke des 25. April und die Stadt sehen kann. Praktischerweise gibt es hier auch eine Bewirtung, so dass man hier auch bei einem Kaffee, das Wetter und die Sicht genießen kann. Einen der besten Blicke über die Stadt hat man vom Castelo de Sao Jorge. Der Eintritt kostet allerdings 8,50 €. Ein stolzer Preis, wenn man im Vergleich zum zuvor besuchten Miradouro in etwa das gleiche Sichtfeld geboten bekommt. Von Castelo läuft man am besten durch die kleinen Gassen, vorbei an der Kathedrale Sè Patriarcal, hinunter in die Stadt. Alternativ kann man auch weiter mit der Tram Nr. 28 weiterfahren und zu einem späteren Zeitpunkt aussteigen.

 

Die Baixa ist das Geschäftsviertel der Stadt. In unzähligen Touri-Shops lässt sich das passende Erinnerungsstück für zu Hause finden. Auch verhungern wird man hier nicht. Die Baixa wird im Süden von der Placa do Comercio begrenzt. Wegen seiner Lage am Fluß, wird der Platz oft als einer der schönsten Plätze Europas bezeichnet.

 

Mit dem Fahrstuhl Elevdor de Santa Justa gelangt man von der Baxia in die Oberstadt Bairro Alto. Der Fußweg dauert aber auch nicht länger als die Wartezeit vor dem Fahrstuhl. Das Bairro Alto ist eines der Vergnügungsviertel der Stadt, das insbesondere abends bis in die frühen Morgenstunden zum Leben erwacht.

 

Der Stadtteil Belèm ist Lissabons Tor zur Welt. Der Einfluß der Seefahrer ist allgegenwärtig. Als Teil der Befestigungsanlage der Stadt erbaut, hatte der Torre de Belèm in der Geschichte viele verschiedene Funktionen. Unweit des Torre liegt auch das Hieronymitenkloster. Für Turm und Kloster kann man auch ein Combi-Ticket für 12 € erwerben. Hiernach zu fragen lohnt sich auf jeden Fall. Der Eintritt in die Klosterkirche ist aber frei.

 

Hinter dem Kloster liegt das Fußballstadion des Erstligisten Belenenses Lissabon. Einen besonderen Blick auf Belem, Torre und die Brücke des 25. April erhält man, wenn man auf dem Vereinsgelände links am Stadion Rosello vorbei den Berg hinauf läuft. Am höchsten Punkt befindet sich eine Bar mit einer kleinen Terrasse. Und die günstigen Preise sind allemal den Aufstieg wert.

 

Ebenfalls lohnenswert ist ein Blick auf die Stadt von der anderen Seite des Tejo. Mit dem Boot gelangt man einfach nach Cacilhas auf der anderen Seite des Flußes. Der Preis für die Überfahrt ist in der Tageskarte bereits enthalten. Cacilhas selbst ist wenig touristisch und wirkt noch sehr traditionell. In kleinen Cafes bekommt man eine „bica“ bereits für 50 Cent. In Cacilhas lassen sich noch das Segelschiff Don Fernando II e Gloria besichtigen oder über einen längeren Fußweg die Aussicht von der Jesus Statue, welche ähnlich wie in Rio de Janeiro die Stadt schützen soll, genießen.

 

Neben dem Burgviertel sind die Stadtteile Alfama und Mouraria die ältesten Teile von Lissabon. Sie lassen sich am besten mit einem kleinen Spaziergang erkunden.

 

Eines der beeindruckensten Bauwerke von Lissabon ist das Aqueduto das Aguas Livres. Das Aquädukt versorgte die Stadt ursprünglich mit Trinkwasser. Das Bauwerk ist 60km lang und besteht aus mehr als 100 Bögen.

 

Highlights in Lissabon:

  • Torre de Bellem
  • Hieronymitenkloster
  • Elevdor de Santa Justa
  • Bummel durch die Oberstadt
  • Cacilhas, die andere Seite des Tejo
  • Tram Fahrt (muss nicht die Tram Nr. 28 sein)
  • Bummel durch Alfama und Mouraria
  • Sonnenuntergang über dem Tjeo und der Brücke des 25. April
  • Placo do Comercio
  • Aqueduto dasÁguas Livres