Chinese New Year Feier in Kambodscha

Spontane Einladungen sind doch meistens die Besten - besonders von Einheimischen in fremden Kulturkreisen. Da aufgrund des chinesischen Neujahrsfests ohnehin kein Unterricht stattfinden sollte, habe ich mir eine kurze Auszeit von den Strapazen in der ländlichen Gegend gegönnt und bin nach Sihanoukville gefahren. Der Fahrer lud mich spontan zu seiner Familie für die Feier ein und ich sagte natürlich gerne zu.
Im Süden Kambodschas spielt das Chinesische Neujahr eine große Rolle, da dort viele Kambodschaner chinesische Vorfahren haben. Die Vorbereitungen für dieses Fest dauern allein schon eine Woche und danach wird drei Wochen lang gefeiert. Den Neujahrsabend durfte ich so im Familienkreis des Fahrers sowie mit traditionellem Essen und Musik verbringen. Da ich an diesem Tag jedoch um 4.30 Uhr aufstehen musste, freute ich mich spät abends doch sehr auf mein Bett.

In den Tagen darauf verwandelt sich der Strand in Sihanoukville immer zum Rummel für die Einheimischen. Zwischendrin entdeckt man auch immer wieder nichts ahnende weiße Touristen. An diesen Tagen werden die Strandliegen noch enger zusammengerückt als sie ohnehin schon sind und dafür noch Tische mit zig Stühlen dazwischen gequetscht. Da die Kambodschaner sich das Essen in den Restaurants am Strand nicht leisten können, dürfen sie Tische mieten und dafür ihr eigenes Essen und Getränke mitbringen. Die meisten rücken hier mit eigenen Tischgrills, Unmengen an Bierdosen und ihren eigenen Musikboxen an. Schon nach wenigen Stunden sieht man dort kaum noch Sand vor lauter Müll. Wer gerade kurz mal nicht mit Essen beschäftigt ist, lässt sich von den vielen professionellen Fotografen ablichten oder springt mit Schwimmweste ins Meer. Es ist schon lustig das ganze Getummel zu beobachten - nur zum Entspannen ist es weniger geeignet.

Morgen geht es mit dem Speedboat wieder zurück in das Dorf zur Schule - vorausgesetzt es fährt. Denn am Sonntag musste der Fahrer beten und konnte daher nicht fahren, weshalb wir dreimal so lange mit dem Auto um die Bay rumgefahren sind. Gestern war er zu betrunken zum Fahren. Selbst wenn er morgen fahren wird, ist es nicht sicher, ob ich mitkomme, da es sicherlich überfüllt sein wird. Also Daumen drücken ;-)...