Sydney

Sydney

 

 

Sydney sollte auf unserer Reise in aller erster Linie eine Station sein, um die Akkus wieder aufzuladen und nicht ständig vom ein- und auspacken zu leben und auch an einem Ort eine längere Zeit zu verbringen. Durch House Sitting hatten wir die Möglichkeit Weihnachten und den Jahreswechsel in einer aufregenden Stadt zu feiern.

Sydneys interessanteste Stadteile

Sydney ist eigentlich ein Zusammenschluss mehrerer kleinere Städtchen, die alle ihren eigenen Mittelpunkt, Charme und ihre Besonderheiten haben. 

Sydney Harbour

Bekannteste Wahrzeichen von Sydney sind das Opernhaus und die Harbour Bridge. Unser erster Weg hat uns daher auch gleich zum Circular Quay geführt. Hier fahren auch die Fähren in das gesamte Hafengebiet ab. Mit der Opal Card fährt man sonntags für 2,50 AUD pauschal mit allen öffentlichen Verkehrsmitteln - auch mit den Fähren. Vom Wasser aus hat man auch den besten Blick auf Brücke und Opernhaus. Sehr schön empfanden wir auch die Fahrt nach Pamaratta. Dort gibt es zwar nichts anzuschauen, dafür konnten wir bei bestem Wetter die Hafenrundfahrt genießen. 

 

Zu jedem Sydney Besuch gehört natürlich auch ein Fußmarsch über die Brücke. Ganz mutige können auch zum Bridge Climb ganz nach oben steigen. Uns hat jedoch beim Blick auf die Preisliste die Lust darauf verlassen. Eine geführte Tour kostet zwischen 180 und 280 AUD pro Person.

Darling Harbour

Darling Harbour entwickelt sich rasant zu einer der angesagtesten Adressen in Sydney. Alte Hafenanlagen und -gebäude weichen Luxuswohnungen, Shopping Malls oder teuren Bürogebäuden. Der Bauboom ist nicht zu übersehen. Im Gegensatz zum Bereich um die Oper ist  Darling Harbour bei der Bevölkerung sehr beliebt. Wir haben hier jede Menge Einheimische getroffen, die ihren Feierabend oder ihre Freizeit genossen haben.

Central Business District

CBD ist das Herz der Stadt. Das CBD unterscheidet sich sicherlich wenig von dem anderer Großstädte. Shopping und Business stehen hier an erster Stelle. Daneben gibt es noch ein paar ältere Gebäude und Kirchen aus den Gründungsjahren zu sehen. Im Norden wird das CBD von The Rocks, der Harbour Bridge und dem Hafen begrenzt. Absolut empfehlenswert ist die Free Guided Tour. Diese startet täglich vor dem Rathaus und die Guides sind in ihren grünen T-Shirts nicht zu verfehlen.

The Rocks

The Rocks ist der älteste Stadtteil von Sydney. Der Name kommt nicht von ungefähr. Die ganze Halbinsel besteht aus Fels und so war die Bebauung sehr schwierig. Aufgrund der topographischen Gegebenheiten war The Rocks zunächst ein Strafgefangenenlager. Heute ist der Stadtteil fast so etwas wie ein großes Freilichtmuseum. Auch hier haben wir eine sehr empfehlenswerte Free Guide Tour mitgemacht. Diese dauert 90 Minuten und startet täglich ab 18 Uhr. Freitags findet der Food Market statt und samstags/sonntags bieten kleinere Designer ihr Kunsthandwerk in The Rocks an.

Kings Cross

Kings Cross ist ein Stadtteil der Gegensätze. In erster Linie ist der Stadtteil Ausgeh-, Party- und Rotlichtviertel der Stadt. Dazu gehören auch unzählige Backpacker Hostels. Im Stadtteil gibt es aber auch eine handvoll kleinerer Galerien und teurer Juwelierläden. Auffallend sind auch die vielen kleinen Wohnhäuser des Stadtteils. Kings Cross ist sehr überschaubar und die Innenstadt sowei das Hafengebiet um die Oper liegen nur einen Katzensprung entfernt.

Balmain

Schlendert man Balmains Hauptstraße entlang, glaubt man nicht in Sydney zu sein. Kleine Häuser, Restaurants und Cafés prägen diesen ruhigen Stadtteil.  Wie viele anderen Stadteile Sydneys hat auch Balmain sein Meerwasser-Schwimmbad. Balmain hat allerdings das älteste in Sydney. Eine Haupatraktion sind die Balmain Markets, die jeden Samstag stattfinden. Am besten erreicht man den Stadtteil mit der Fähre oder dem Bus 442 von Queen Victoria Building.

Newtown

Alternativ, multikulturell, künstlerisch sind drei Schlagworte, die für den Stadtteil stehen. Newtown ist eine Mischung aus Balmain und Kings Cross. Sydney University ist nicht weit und so ist das studentische Flair im Stadtteil nicht verwunderlich. Mittelpunkt des Stadtteils ist die King Street mit ihren Boutiquen, Bars und Bücherläden.

Glebe

Glebe ist die Fortsetzung von Newtown. Getrennt werden beide Stadtteile durch die University of Sydney. Im Großen und Ganzen wirkt Glebe jedoch etwas gepflegter und familiärer als Newtown. Wie jeder Stadtteil hat auch Glebe seinen Markt. Jeweils Samstags von 10 bis 16 Uhr finden die Glebe Marekts im Hof der lokalen Schule statt. Bei Live-Musik trifft man sich hier auch, um auf der angrenzenden Wiese sein Mittagessen von einem der vielen Food Stalls zu geniessen.  Von allen Märkten hat uns das Flair hier am Besten gefallen.

Sydney Olympic Park

Als Sportfan war ein Besuch der olympischen Sportstätten von 2000 Pflicht. Die erste Enttäuschung mussten wir aber schon bei der Ankunft erleben. Mit der Fähre sind wir am Olympia Sportspark ausgestiegen. Leider ist das richtige Olympiagelände dann noch 3km entfernt. Als wir die Sportstätten erreicht hatten, mussten wir uns zwangsläufig fragen, ob wir richtig sind. Hier war mehr oder weniger tote Hose! Kein Vergleich zu Peking oder München, wo die Sportstätten von Touristen und Freizeitsuchenden angezogen werden.

Chinatown & Paddy's Market

Die Paddy’s Markets werden von Chinatwon eingegrenzt. Zwischen Hauptbahnhof und dem Darling Harbour zentral gelegen ist die riesige Markthalle auch fußläufig leicht zu erreichen. Das Angebot erstreckt sich von lokalen Souvenirs, Fußball-Trikots bis hin zu frischem Obst und Gemüse.

Chinatwon Sydney unterscheidet sich nicht groß von den gleichartigen Vierteln in anderen Städten. Jedoch sind die Atmosphäre und kleinere Tempel immer eine nette Abwechslung wert. Zudem kann man hier gut und günstig Essen. Neben jeder Menge Dumplings, die wir gar nicht alle essen konnten, gab es im "Spring River Chinese Restaurant" noch eine kostenlose Vorspeise dazu.

Fish Market

Als Stadt am Meer hat Sydney auch einen eigenen Fischmarkt zu bieten. Und zwar nicht nur irgendeinen kleinen FIschmarkt, sondern im Prinzip eine riesige Fischmarkt-Stadt. In das Innere der Markthalle kommen nur die Haendler, denn hier wird der Fisch kisten- und palettenweise gehandelt. Dennoch gibt es für Otto-Normal-Verbraucher genügend Angebote . Von diesen machen die Einheimischen auch regen Gebrauch. Bereits bei der Anfahrt sieht man Menschen mit Kühltaschen in der Bahn beziehungsweise vom Parkplatz kommend. Insbesondere an Weihnachten herrscht hier Hochbetrieb. Allein 2015 wurden in diesem "36 Stunden Seafood Marathon" 660 Tonnen Seafood verkauft.

Royal Botanic Gardens & Hyde Park

Direkt an die Oper angrenzend hat man vom Royal Botanic Garden nicht nur einen der besten Ausblicke auf das Opera House und die Harbour Bridge. Denn nach einer anstrengenden Entdeckungstour durch die Stadt, ist es erholsam einfach barfuß durch das Gras zu laufen. Interessante Entdeckungspunkte sind das Government House im nördlichen Teil des Parks und die Art Gallery of New South Wales im südlichen Teil.  Von hier ist der Übergang in den Hyde Park mit der Kirche St. James schon fast fließend.  Hier ist man dann auch schon mitten im CBD und der Westfield Tower ist zum greifen nahe. 

Nach vier Wochen in Sydney haben wir natürlich sehr viel in Sydney und Umgebung erlebt und gesehen. Dennoch könnten wir uns vorstellen hier noch länger zu bleiben - vielleicht für immer? Da wir aber auch nach gut vier Monaten auf Reisen noch von der Abenteuerlust getrieben werden, geht es morgen wieder zurück nach Asien, nach Kambodscha. Denn dort wartet eine besondere Herausforderung auf uns...