Sparen in Australien

Down Under gilt als teures Reiseland. Insbesondere wenn man aus Südostasien kommt. Auch wir mussten die Erfahrung machen, dass Australien zwar sehr teuer sein kann, aber auch nicht unbedingt teurer als Deutschland, wenn man einige Spar-Tricks beachtet. 
Als Backpacker sind die drei wichtigsten Dinge Unterkunft, Transport, Verpflegung und natürlich Sightseeing. Bei der Planung sollte man generell australische Ferienzeiten und Feiertage berücksichtigen. An diesen Tagen zieht das Preisniveau, wie überall anders auch, sehr stark an.
 
Unterkunft
Wenn du nicht nur wenige Tage an einem Ort verbringen willst, schon mal über House Sitting nachgedacht? Du solltest dir aber im Klaren sein, dass du als Housesitter auch Pflichten hast und Verantwortung übernimmst. Auch deine Traumlocation am Bondi Beach mit Swimmingpool wirst du vielleicht vergebens suchen. Unsere Erfahrungen zum Housesitting findest du in diesem Artikel.
 
Transport 
Einen fahrbaren Untersatz zu mieten ist in Australien sehr teuer. Weit verbreitet ist aber auch das Prinzip der Car Relocation. Du bringst hierbei das Auto oder den Campervan einer Autovermietung in einem festgelegten Zeitraum an einen bestimmten Ort und zahlst dabei zwischen 1 AUD und 5 AUD pro Tag für das Fahrzeug. Passt von Zeitraum und Ort nicht immer, ein Blick in die Angebote ist es aber auf jeden Fall wert. Die AGBs variieren dabei sehr und so gibt es Angebote inklusive Versicherung, Freikilometern und Benzingeld oder eben auch ohne alles. Eine der größten Plattformen in Australien ist hierfür immova.com.
 
Beim Autofahren auf jeden Fall immer rechtzeitig tanken. Das Outback ist schön und einsam. Sehr einsam, insbesondere wenn man selbst kein Benzin hat und sich sehr teures kaufen muss. Wer bei Diescounterketten wie Woolworth tankt, kann mit der jeweiligen Loyalty Card sehr viel Tankgeld sparen.
 
In einer Stadt sollte man auf jeden Fall sich mit dem Tarifsystem des öffentlichen Nahverkehrs auseinander setzen. In der Rush Hour gelten oftmals höhere Fahrpreise oder es gibt Tageslimits. Mit den Prepaidkarten des Öffentlichen Nahverkehrs spart man in Sydney (Opal Card) und Melbourne (myki) zusätzlich. Außerdem sollte man über kostenlose Transportmöglichkeiten Bescheid wissen wie den Bus 555 in Sydney und alle Melbourner Trams im CBD sowie die Melbourne Historic Tram.
 
Verpflegung
Essen gehen ist teuer! Coles, Woolworth oder auch Aldi sind günstige Supermärkte, um sich selbst zu versorgen. Fast jedes Produkt gibt es auch als günstige Hausmarke. Stehen meist in den unteren Regalreihen. Sehr beliebt ist auch das Prinzip "Zahle zwei, erhalte drei." In Discountern. Am späten Nachmittag wird Ware, deren Haltbarkeitsdatum am nächsten Tag abläuft, deutlich reduziert. Nachts einzukaufen bringt allerdings auch nichts, denn da ist meist bereits alles verkauft. Preisvergleiche zwischen den Supermärkten oder auch dem Wochenmarkt lohnen sich besonders bei Obst und Gemüse.
 
Sightseeing
Viele Museen sind in Australien kostenlos und dennoch sehr sehenswert. Besonders interessant finden wir immer die Free Guided Tours, bei welchen man dem Guide am Ende ein dankbares Trinkgeld gibt anstatt einen großen Touranbieter zu finanzieren. Für teure Aussichtsplattformen gibt es meist Alternativen wie beispielsweise Rooftop Bars. Denn obwohl es dort teilweise einen Mindestumsatz gibt, beträgt dieser z.B. im Westfield Tower in Sydney genauso viel wie der Eintritt für die Aussichtsplattform - allerdings kommt man so noch zusätzlich in den Genuss leckerer Getränke und gemütlichen Sitzplätzen. Ein Blick auf die Websites der jeweiligen Städte lohnt sich auch immer, um kostenlose Konzerte zu entdecken. In den Touristeninfos gibt es meist auch kleine Guides mit Gutscheinen oder zumindest Rabatten.