Australisches Outback: Flinders Ranges

Ziel unserer Tour durch das Outback war Flinders Ranges Nationalpark. Auch eine Empfehlung, die wir auf dem Konsulat in Melbourne erhalten haben. Die Fahrt von Adelaide ist eigentlich nicht sehr abwechslungsreich. Aber die Weite des Outbacks - und wir sind hier nur ein kleines Stück im Outback - ist unbeschreiblich. Aber mit genügend Wasser und Benzin muss man sich keine Sorgen machen. Einzig die jeweiligen Buschfeuerwarnungen sollte man ständig im Auge haben.
Die Flinders Ranges sind ein Gebirgszug, der sich 500 km in nordsüdlicher Richtung erstreckt. Bereits bei der Anfahrt zum Nationalpark wurde uns klar, dass wir genügend Kängurus sehen werden. Etwa alle 5 Kilometer lag ein Tier um Schatten. Auf dem Campingplatz des Nationalparks war außer uns nur noch ein weiteres Auto, sodass wir unseren Platz frei wählen konnten. Eine erste Erkundungstour um den Campingplatz bescherte uns weitere Begegnungen mit Kängurus und Emus. Popp, popp, popp sind die Kängurus einfach an uns vorbei gehoppelt. Die Tiere kamen abends sogar in den Campingplatz und haben sich nicht durch unsere Kocherei stören lassen. Nach einer sternenklaren Nacht und mehreren Sternschnuppen, standen die Kängurus auch bereits morgens zum Wecken neben unserem Auto. 

Im Flinsers Range Nationalpark gibt es mehrere Wanderwege. Eine mehrstündige Tour ist aber ohne entsprechendes Equipment nicht zu empfehlen und lebensgefährlich. Wir haben uns daher auf kleinere Touren um den Campingplatz beschränkt. Von den nahegelegenen Hügeln hätte man eine atemberaubende Aussicht auf die Weite und das Gebirge dahinter.

Vom Nationalpark hieß es nun weiter nach Sydney. In Zahlen ausgedrückt 1.700 Kilometer. Die Fahrt verläuft nicht gerade abwechslungsreich. Nach zwei Zwischenstationen zum Übernachten  hatten wir uns noch Canberra, die Hauptstadt Australiens, als Ziel gesetzt.
Canberra
Auf dem Weg in die Stadt legten wir den ersten Stop beim Institute of Australian Sports ein. Das Institut ist vergleichbar mit einem deutschen Bundesleistungszentrum. Nur viel größer. Fast alle olympischen Sportarten können hier trainiert werden. Am Institut werden täglich Führungen angeboten, wobei die dort lebenden Sportler als Guides zur Verfügung stehen. Canberra wurde zur Hauptstadt bestimmt, nachdem sich Melbourne und Sydney nicht einigen konnten, welche Stadt Hauptstadt werden sollte. Die Stadt ist vor allem Regierungssitz, was sich im touristischen Angebot der Stadt niederschlägt. Mit dem Parliament House, einigen weiteren Regierungsgebäuden, dem Australian War Memorial und dem Lake Burley Griffin kann man jedoch einen halben Tag in der Stadt kurzweilig erleben. Bevor es für uns weiter nach Sydney ging, aben wir noch an einem der Lookouts oberhalb der Stadt Rast gemacht und uns Canberra kostenlos von oben angesehen.