4000 Inseln in Laos

Das sind sie also die 4.000 Inseln im Mekong. Wir haben uns für Don Khon(e) entschieden. Alternativ kann man beispielsweise auch auf dem Sunrise Boulevard in Don Det Quartier beziehen. Don Khon gilt als die ruhigere Insel, die mit Wasserfällen, Delphinen und dem langen Sandstrand dafür mehr zu bieten hat. Don Det hingegen gilt eher als die "Partymeile". 
Schon beim Ankommen auf den Inseln spürt man die besondere Atmosphäre. Hier scheint alles noch einen Tick langsamer und entspannter zu gehen als im Rest von Laos.

Beide Inseln sind mit einer Brücke verbunden. Also haben wir natürlich auch einen Ausflug auf Don Det gemacht und waren am Ende doch ein wenig enttäuscht. Auf Don Det gibt es einige feste Häuser und direkt am Dorf einen kleinen Strand. Don Kohn hat zwar weniger  Besucher, hat aber auf uns den belebteren und besser organisiertesten Eindruck gemacht. Vielleicht lag es daran, dass alle Besucher nach Don Khon gefahren sind :). 

Links und rechts von der Anlegestelle hat es mehrere Unterkünfte. Wir sind im Phake Guesthouse abgestiegen und haben für unser Zimmer direkt am Fluss 50.000 Kip bezahlt. Die Eigentümer haben auch ein gutes Englisch gesprochen und konnten bei Problemen einfach helfen. Zudem war die Internetverbindung im Restaurante die beste, die wir in Laos hatten. 

Die Kong Ngay Wasserfälle kosten 35.000 Kip Eintritt, was wir für sehr überteuert hielten. Dafür sind sie von einer gepflegten, parkähnlichen Anlage umgeben. Am Fuße der Wasserfälle gibt es auch einen Strandabschnitt mit einer kleinen Badebucht. Zu weit rausschwimmen sollte man nicht, denn die Strömung des Mekongs ist gewaltig. 

Von den Wasserfällen sind wir zum Long Beach geradelt. Der Strand ist der größte von Don Khon mit einer schönen Lage um Sonnenuntergänge anzuschauen. 

Ban Hang Khon ist der südlichste Punkt von Don Khon. Von hier aus soll man die seltenen Irrawaddy Delphine sehen können. Das mit den Delphinen ist allerdings so eine Sache. Von einem österreichischen Guide haben wir erfahren, dass diese hier nur sehr selten zu sehen sind. Zum einen würden die Tiere meist auf der kambodschanischen Seite zu sehen sein, zum anderen tauchen die Tiere auch nur kurz aus dem Wasser auf. Springen würden Süßwasser Delphine auch nur ganz selten. Es soll auch nur noch etwa 200 Delphine im Mekong geben. 

Beide Inseln laden wirklich zum Entspannen und erholen ein. Dies liegt sicherlich auch an dem geringen Angebot an Aktivitäten. Der richtige Ort um einmal abzuschalten, wenn man auf der Durchreise nach Kambodscha ist. Ob der Ort allerdings extra die weite Anreise aus Vientiane rechtfertigt, sind wir nicht so sicher. Zu allem Überfluß ist unsere gute Digitalkamera abhandengekommen, weshalb es vorübergehend leider nur Handyfotos geben wird bis wir eine neue Kamera kaufen. Glücklicherweise hatten wir unsere Fotos regelmäßig gesichert, aber die Bilder vom Moped-Ausflug im Bolaven Plateau sowie von der Radtour auf den 4.000 Inseln und sehr viele Videos sind leider verloren.

Die Busse von und zu den Inseln waren jedes Mal überbucht. Daher hatten sich die Abfahrten immer sehr verzögert. Einige mussten stehen oder auf zusätzlich aufgestellten Plastikhockern im Gang Platz nehmen. Letztendlich hat aber dann jeder einen Platz bekommen.