Von Chiang Mai nach Luang Prabang

Will man von Chiang Mai nach Luang Prabang in Laos reisen hat man zwei Möglichkeiten. Die Direkte mit einer endlosen Busfahrt oder wenn man Zeit hat in mehreren Etappen. Wir haben uns für Variante 2 entschieden.
Zunächst geht es in Chiang Mai vom Archade Busterminal mit dem Greenbus nach Chiang Rai. Es empfiehlt sich das Ticket bereits am Vortag zu holen. Man kann dann zwischen verschiedenen Preisklassen und Abfahrtszeiten wählen. Wir haben uns für das mittlere Preissegment um 9 Uhr entschieden. Wenig spektakulär geht die Fahrt in ca. 3 Stunden nach Chiang Rai. Theoretisch hat man die Möglichkeit gleich weiter nach Bokeo in Laos zu reisen. Wir haben uns jedoch entschieden einen Tag in Chiang Rai einzulegen.

Vom Busterminal 2 in Chiang Rai sind wir nun mit "The Transport" morgens um 10 Uhr weiter nach Houay Xay bzw. Bokeo (Bokeo ist der Name der Provinz sowie der Endstation). Der Bus hat den Vorteil, dass er über die 4. thailändisch-laotischen Freundschaftsbrücke nach Laos fährt und nicht wie die meisten an der Grenze endet. Man steigt auf thailändischer Seite aus, erledigt die Ausreiseformalitäten, wird auf die laotische Seite gefahren und erledigt das (etwas langwierige) Einreiseprozedere. Dann geht es weiter Richtung Endstation. Der Bus ist wenig frequentiert. Neben uns waren noch nur sechs weitere Reisende im großen Bus. Dennoch versuchte unsere Schafffnerin die vorgegebene Sitzordnung durchzusetzen, was ihr auch sehr lang gelang ;-). Viele Backpacker wählen den längeren und umständlicheren Grenzübergang bei Chiang Khong. Warum auch immer? Die Direktverbindung ist seit Ende 2013 möglich, aber im Lonely Planet wurde dies anscheinend noch nicht aktualisiert.

Der Grenzübertritt gestaltet sich ziemlich einfach und der Bus fährt anschließend ca. 10km weiter zum Busbahnhof von Houay Xay. Mit dem Sammetuktuk geht es dann in das Zentrum (10.000 Kip pro Person). Entlang der Hauptstraße finden sich genügend Guesthouses. Wir sind im Friendship Guesthouse abgestiegen und waren ganz zufrieden (60.000 Kip). Das erste, was in Laos auffällt, ist der französische Einfluß auf das Essen: Croissants, Baguettes und Quiches gehören in Laos zur Speisekarte.

Das Slow Boat nach Luang Prabang fährt um 11 Uhr ab. Am besten man besorgt sich gleich am Vortag ein Ticket, um möglichst weit vorne zu sitzen. Denn die Plätze werden von vorne nach hinten vergeben und hinten ist der sehr laute Motor.

Von einer Fahrt mit dem Speedboat ist abzuraten. Hier sitzt man mit maximal sechs Personen und dem Fahrer in einem traditionellen Longboat mit Außenbordmotor. Der Fahrer trägt einen Motorradhelm während die Fahrgäste dem Mekong und dem Boot ausgeliefert sind.

Das Boot sollte um 11 Uhr starten, bis jedoch alle an Bord waren, dauert es noch fast eine Stunde. Überraschenderweise waren 80% der an Bord Reisenden Touristen und nur wenige Einheimische, welche aber umso mehr Gepäck hatten (z.B. unzählige Säcke Seegras, Ferkel, Hühner etc.).

Die Fahrt nach Luang Prabang dauert zwei Tage und verläuft durch die schöne Landschaft Nordlaos mit vielen Hügeln, Sandstränden und kleinen Siedlungen. Unterwegs hält man an, um einige der wenigen Einheimischen einzusammeln oder aussteigen zu lassen. Die Zeit an Bord verbringt man mit Essen, Schlafen, Lesen oder Landschaft anschauen.

Nach sechs Stunden erreicht man Pak Beng, wo man übernachten wird. Eine Zimmerreservierung ist hier nicht notwendig, obwohl Einheimische auf dem Boot Angst machen und behaupten, dass es in dem kleinen Dorf keine freien Unterkünfte mehr gäbe, aber er zufällig noch ein überteuertes Zimmer frei hat. Auch die "Schlepper" an der Anlegestelle in Pak Beng kann man getrost ignorieren und sich in aller Ruhe ein Zimmer suchen, denn der Ort besteht nur aus Guesthouses. Einfach den Berg hoch und links und rechts der Hauptstraße erstreckt sich das übliche Angebot. Wir sind im Pak Beng Guesthouse, gleich am Ortseingang von der Anlegestelle komnend, abgestiegen.

Am nächsten Morgen geht die Fahrt mit einem anderen Boot um 9:30 Uhr weiter. Um 8:15 Uhr ist das Boot allerdings bereits gut zur Hälfte gefüllt. Wir haben uns (typisch Deutsch) erstmal den besten Platz reserviert und sind dann frühstücken gegangen. Die Fahrt gestaltet sich wie am Vortag, sie dauert allerdings sieben Stunden.

In Luang Prabang legt man 10km vor der Stadt an und muss das letzte Stück mit dem Tuk Tuk zurücklegen (20.000 Kip). Unterkünfte gibt es in der Innenstadt genug. Das Preisniveau ist jedoch höher als in Pak Beng oder Houay Xay. Läuft man jedoch von der Hauptstraße Sisavangyong die Gassen Richtung Mekong River hinein, finden sich einige günstige Unterkünfte (ab. 70.000 Kip).