Backpacking Kuala Lumpur

von Viola Backfisch und Philipp Parzer


Kuala Lumpur war für uns eine Unbekannte unter Asiens Großstädten. Außer den Petronas Towers war uns nicht viel bekannt. Auf jeden Fall hat KL jede Menge zu bieten und ein Abstecher lohnt sich.

Unglücklicherweise hatten wir für die Anreise 25 Stunden anstatt sechs gebraucht. Da die Sicht aufgrund der Waldbrände zu schlecht zum Starten war, saßen wir einige Stunden auf Borneo fest und verpassten dadurch unseren Anschlussflug nach KL. Letztendlich sind wir erst um 2 Uhr morgens in Malaysias Hauptstadt gelandet und mussten die Nacht am Flughafen verbringen. Zumindest solange bis die erste Bahn um 5 Uhr wieder Richtung Innenstadt fuhr. Dies sollte auch kein Problem darstellen. Zum Einen gibt es in und um den Flughafen etliche Hotels, zum anderen hat auch niemand etwas dagegen wenn man in einem der Schnellrestaurants sein Lager aufschlägt.

Ohne Shopping geht es in KL nicht. Über die ganze Stadt verteilen sich große Malls mit international bekannten Marken. Ganz oben auf der Liste steht Sentral. Eigentlich der Hauptbahnhof von Kuala Lumpur. Die Züge und Bahnen fahren irgendwo zwischen den Etagen -3 und 5. Dazwischen jede Menge Geschäfte. Sentral ist der Verkehrsknotenpunkt der Stadt. Aber auch für den kleinen Geldbeutel findet sich etwas. In Chinatown und Bukit Bintang wird von gefälschten Markenartikeln bis zum günstigen Essen alles angeboten.

Wer Ruhe in dieser Großstadt sucht, findet diese in den Lake Gardens oder dem KLCC Park, der nebenher noch den besten Ausblick auf die Zwillingstürme der Petronas Towers bietet.

Kuala Lumpur von oben kann man am besten von den Petronas Towers oder dem KL Fernsehturm sehen. Aber ehrlich, es fehlt dann einfach etwas in der Skyline. Unser persönliches Highlight war die Menara KH Helipad Bar, mit einem 360 Grad Open Air Ausblick auf die Stadt. Tagsüber ist die Plattform als Hubschschrauberlandeplatz in Betrieb. Ab 18 Uhr werden dort Tische und Stühle aufgebaut und die Bar ist geöffnet. Wir hatten das Glück, dass es zuvor geregnet hatte und wir dadurch die Bar und den Ausblick für uns alleine hatten.

Auch das Transportsystem ist in KL sehr einfach. Mit der Bahn kommt man überall hin. Ungewöhnlich ist nur, dass jede Linie ein Unternehmen für sich ist und ein eigenes Streckennetz betreibt. Man muss beim Umsteigen innerhalb der Station zunächst etwas suchen, wo es weitergeht. 

Ein absoluter Tipp, um preiswert die Stadt zu erkunden, ist der kostenlose Busservice GOKL City. Auf vier unterschiedlichen Linien pendeln die Busse im Kreis. Hierdurch soll das Verkehrsaufkommen in der Innenstadt entlastet werden, was von der Bevölkerung sehr gut angenommen wird. Natürlich können aber auch Touristen diesen Service nutzen.

Preiswerte Übernachtungen finden sich in KL genügend. Chinatown wirkt mittlerweile etwas heruntergekommenen. Als Szeneviertel hat sich in den letzten Jahren Bukit Bintang etabliert. Bricht die Dunkelheit heran werden auf der Jalan Alor Tische und Stühle aufgebaut und auch die Pub Street Jalan Bintang erwacht zum Leben. Gute und günstige Massagen gibt es dort auch en masse.

Einen besonders guten Ein- und Überblick über die Stadt erhält man in der National Gallery. Diese kostet zwar 5RM Eintritt, dieser lohnt sich aber schon alleine wegen der multimedialen Lichtershow über dem Miniatur-Stadtmodell. Zudem kann man seine Eintrittskarte am Ausgang in der Cafeteria einlösen. Beim Kauf wird der Eintrittspreis gutgeschrieben. 

Etwas außerhalb der Stadt liegen die Batu Caves. In den Höhlen befinden sich mehrere hinduistische Schreine und Tempel. Der Eintritt zur großen Höhle ist frei, die Dark Caves sind kostenpflichtig.

Zusammenfassend muss man sagen, die Zeit in Kuala Lumpur war sehr kurzweilig und die Stadt hat uns positiv überrascht. 

Unsere 10 Highlights von Kuala Lumpur

1. Menera KH Helipad Bar
2. Chinatown - Petaling Street - Kasturi Walk
3. KLCC Park
4. Petronas Twin Towers
5. Lake Gardens
6. Batu Caves
7. Sentral Station & Mall
8. Bukit Bintang
9. City Gallery

10. Menara Kuala Lumpur aka KL Tow