China: Zur Leichtathletik WM in Peking

von Philipp Parzer


Mit den Olympischen Spielen 2008 hat sich Peking nicht nur herausgeputzt es ist auch zu einem touristischen Anlaufziel geworden. Kein Wunder bei einer sehr sehr langen Geschichte hat die chinesische Hauptstadt jede Menge zu bieten.

Peking

Olympiastadium in Peking

Die Stadt zu bereisen ist sehr einfach, jedoch sind die Ausdehnung der drittgrößten Metropole Chinas immens und der zeitliche Rahmen nur schwer im Vorfeld abzuschätzen. Lieber etwas mehr Zeit einplanen. VomFlughafen kommt man mit der Flughafenbahn problemlos in die Stadt bzw. zu U-Bahn Haltepunkten, von denen man jeden Punkt der Stadt erreicht.

 

Sommerpalast, Verbotene Stadt und Mauer sind sicherlich die Highlights die bei keinem Peking Besuch fehlen dürfen. Da ich aber bereits mehrfach in Peking war, haben diese Ziele mich diesemal weniger interessiert. Ein Schwerpunkt der Reise war die Leichtathletik WM im Vogelnest (Olympiastadion) welches ebenfalls zu den Sehenswürdigkeiten von Peking zu zählen ist und bei keiner Reise fehlen darf.

 

In der freien Zeit bestand die Möglichkeit Sehenswürdigkeiten zu erkunden, die in keinem Pauschalreiseangebot angeboten werden. So entpuppten sich der Konfuzius Tempel und die Tempel der Ostberge mit den Kammern des Schreckens zu ebenso interessanten Zielen Ebenso der Beihai Park mit der weißen Pagode. Dieser Park kann mit dem Sommerpalast in jeder Hinsicht mithalten, ist aber bei weitem nicht so überlaufen.

Qingdao

Brauerei in Quingdao

Ein weiterer Schwerpunkt der Reise sollte Qingdao (Tschingtau) sein. Mit dem Zug von Peking fährt man die 1.100 km lange Strecke in fünf Stunden. Die neun Millionen Metropole am ostchinesischen Meer war mal Deutsche Kolonie und aus der Jahrhundertwende sind noch sehr viele alte Gebäude erhalten oder wurden restauriert. Gouverneurspalast, Alte Post, Polizei und Hauptbahnhof sind Gebäude, welche auch heute noch an der Ostsee stehen könnten und nicht tausende Kilometer entfernt. Für Chinesen etwas besonderes sind die Hochzeitsbilder von einer der beiden großen christilichen Kirchen. Hier bilden sich schonmal Schlangen.

 

Gleich hinter Qingdao erhebt sich das Laoshan Gebirge. Der höchste Berg des Gebirges, der Lahoshan ist für die Chinesen ein heiliger Berg und dem entsprechend sind die Verbindungen dorthin ausgebaut. Es empfiehlt sich aber nicht den Bus zu nehmen (dauert ewig). Man sollte lieber das Geld investieren und ein Taxi nehmen. Ebenso sollte man eine gewisse Grundfitness mitbringen. Die Strecke kann zwar weitestgehen mit Bussen und Seilbahn bewältigt werden, die letzten 25 Minuten muss man jedoch zu Fuß gehen. Dafür wird man oben mit einer super Aussicht belohnt.

 

Bei keinem Besuch von Qingdao darf eine Visite der gleichnamigen Brauerei fehlen. Das Viertel um die Brauerei kann problemlos als Kneipenviertel bezeichnet werden. Ein Vergleich mit der Schinkenstraße auf Mallorca hält das Gebiet auch gleich.

 

Qingdao ist sicherlich China pur. In drei Tagen haben wir wenige als zehn „Langnasen“ gesehen. Mit Englisch kommt man hier nicht weit und das Essen ist für den gewohnten Europäer auch eine Umstellung. Die Versorgung mit Bargeld stellte jedoch nie ein Problem dar. Auf den europäischen Massentourismus muss man hier aber wohl noch lange warten.

 

Nach einem dreitägigen Zwischenstopp in Deutschland wird es nun weiter auf Weltreise gehen. Next Stop Singapur.